









Ab 1934 richtete die NSDAP am Obersalzberg ein „Führersperrgebiet“ ein. Bis zum Kriegsende umfasste es ein sieben Quadratkilometer großes Areal, das sich von der Tallage Berchtesgadens bis zum Kehlsteingipfel erstreckte, wo unter der Leitung von
Martin Bormann das Kehlsteinhaus von Architekt
Roderich Fick geplant und gebaut wurde. Es wurde damals
Teehaus (2. Teehaus),
D-Haus (Diplomatenhaus) oder
T-Haus (Haus T) genannt. Es ist strittig, welche der drei Versionen richtig ist. Die Amerikaner tauften es nach Kriegsende
Eagle's Nest.

Zum Einsatz kamen vor Kriegsbeginn vor allem deutsche, später auch tschechische und italienische Facharbeiter. Das Kehlsteinhaus wurde im Namen der
NSDAP Adolf Hitler zu seinem 50. Geburtstag (1939) geschenkt. Unter anderem war es zur Bewirtung von offiziellen Gästen gedacht. Hitler selbst war nur etwa zehn Mal (die Zahlen schwanken zwischen fünf und dreizehn Mal) zu Besuch auf dem Kehlsteinhaus, da ihm die Ausflüge dorthin zu lang und riskant waren. Vor allem kritisierte er, dass der Aufzugsschacht nicht sicher gegen Blitzeinschläge sei; auch einem Überraschungsangriff der
Alliierten mit Bombern wäre man schutzlos ausgeliefert gewesen.